Bildgebende Verfahren

Röntgen, Sonographie & Endoskopie

„Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.”

– Arthur Schopenhauer

Wir bieten folgende bildgebenden Diagnostikverfahren an:

  • Konventionelle Radiologie
  • Ultraschall
  • Echokardiographie (s. auch Kardiologie)
  • Endoskopie
  • Trächtigkeitsuntersuchung

Gut zu wissen

Hundemedizin Katzenmedizin Heimtiermedizin Schildkröten und Vögel

Im Bedarfsfall wird nach der Befragung des Besitzers (Anamneseerhebung), sowie der klinischen Untersuchung des Patienten, eine zur exakten Diagnosestellung notwendige, weiterführende (bildgebende) Diagnostik benötigt. Diese erlaubt Abbilder von Körper- oder Organstrukturen zu erstellen, die weiteren Aufschluss über eine Veränderung geben können.

Konventionelle Radiologie

Auch heute noch ist die Röntgenuntersuchung in der Tiermedizin ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel. Sehr gut können beispielsweise die knöchernen Strukturen abgebildet und analysiert werden. Bei orthopädischen Fragestellungen kann oft sicher eine Fraktur diagnostiziert oder ausgeschlossen werden. Aber auch Strukturen des Bauchraumes sind in ihrer Lage und Größe der Röntgenuntersuchung gut zugänglich. Eine häufige Indikation zur Röntgenuntersuchung des Bauchraumes z.B. ist der Verdacht auf Fremdkörper im Darm des Hundes. In der Brusthöhle können radiologisch v.a. die Lunge, das Herz, größere Gefäße und auch die Luftröhre beurteilt werden. Bei einer schweren Herzinsuffizienz mit Verdacht stauungsbedingter Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödem) oder vor Tumoroperationen zum Ausschluss von Metastasen in der Lunge ist die Röngtendiagnostik ein wichtiges Instrument. Mitunter müssen für bestimmte Untersuchungen Kontrastmittel eingesetzt werden (z. B. Diagnostik von Passagestörungen im Magen-Darm-Trakt, Erkrankungen der Blase oder zur Beurteilung von Kompressionen des Rückenmarkes durch Bandscheibenmaterial). In der Regel können alle (auch Vögel und Kleinnager) Patienten wach und, wenn gewünscht, mit Besitzer geröntgt werden, aber manche Röntgenuntersuchungen von bestimmten anatomischen Strukturen wie z. B. Schädelknochen, Halswirbelsäule, offizielle Aufnahmen zur Beurteilung auf Hüftgelenksdysplasie etc. benötigen für eine gute diagnostische Qualität eine Kurznarkose. Wir werden Sie in einem solchen Fall ausführlich beraten.

Trächtigkeitsuntersuchung

Neben der klinischen gynäkologischen Betreuung bieten wir je nach Fragestellung und Stadium der Trächtigkeit weiterführende Diagnostik an, v. a. Ultraschall, aber im Spätstadium ggf. auch radiologische Untersuchungen.

Sonographie – Ultraschall

Die Praxis verfügt über ein High-end Ultraschallgerät mit der Möglichkeit zur Doppleruntersuchung mit mehreren hochwertigen Schallköpfen. Häufig führen wir Untersuchungen des Herzens (Echokardiographie) mit Doppleruntersuchungen und Ultraschall des Bauchraumes (abdominale Sonographie) durch. Die Untersuchung kann in der Regel am unsedierten (wachen) Patienten durchgeführt werden. Für den Ultraschall des Bauchraumes sollte das Tier (außer Heimtiere) nüchtern sein, weil die Füllung des Magens die Beurteilung der vorderen Bauchorgane einschränkt (v.a. Leber, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren). Neben diesen häufigen Indikationen für eine Ultraschalluntersuchung können auch Sehnen oder Tumore geschallt werden. Eine sichere ultraschallgesteuerte Biopsie von Tumoren innerhalb von Körperhöhlen oder Hauttumoren kann durchgeführt werden. Die erhobenen Befunde, bzw. digital gespeicherten Bildsequenzen können gerne gespeichert werden (z. B. auf USB Stick).

Endoskopie

Wir führen endoskopische Untersuchungen der Nase und des Atmungstraktes durch. Hierbei wird eine Kamera mit Arbeitskanal, z. B. für eine Fremdkörperentfernung oder eine Biopsieentnahme, über die natürliche Öffnung (Nase, Rachen oder Enddarm) in das entsprechende Hohlorgan eingeführt. Diese Untersuchungen werden in der Tiermedizin generell unter allgemeiner Narkose durchgeführt.

Sollten Befunde der in Narkose durchgeführten Untersuchungen zu einer chirurgischen Versorgung des Patienten führen, so wird diese, wenn es der Zustand des Patienten erlaubt, direkt nach der Diagnostik durchgeführt, um eine erneute Narkose zu vermeiden.